Programm

Nov
25
Mi
arte concert: Daniel Barenboim spielt Beethoven – Salzburger Festspiele 2020
Nov 25 – Dez 2 all-day
Am 19. August 1950 spielte Daniel Barenboim im Alter von sieben Jahren sein erstes öffentliches Konzert in Argentinien. Auf den Tag genau 70 Jahre später spielt er auf der Bühne des Großen Festspielhauses in Salzburg Werke von Ludwig van Beethoven: die Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110 und die sogenannten Diabelli-Variationen.
Vier Jahre nach dem ersten Konzert, im Sommer 1954, nahm er Dirigierkurse bei Igor Markevitch in Salzburg, bevor er 1965 sein offizielles Festivaldebüt als Pianist gab. Seitdem pflegt der Künstler eine intensive und besondere Beziehung zu der Stadt und ihren Festspielen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er nun sein großes Bühnenjubiläum an der Salzach feiern wird. Auf dem Programm dieses ganz besonderen Abends stehen zwei Werke eines Komponisten, der ihn auch sein ganzes musikalisches Leben lang begleitet hat – Ludwig van Beethoven. Dessen Diabelli-Variationen und die vorletzte Klaviersonate Nr. 31 werden im Großen Festspielhaus zu hören sein.
Programm: Ludwig van BeethovenSonate für Klavier Nr. 31 As-Dur op. 110
33 Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli op. 120, genannt „Diabelli-Variationen“

Beethoven und sein Werk – Opus 110
Als Beethoven sich der Komposition seiner vorletzten Sonate widmet, stauen sich gesundheitliche Probleme an: Er muss sich immer noch von der Gelbsucht und einem rheumatischen Fieber erholen. Diese Sonate – das kommt selten vor – trägt keine Widmung, wahrscheinlich als Dankeschön an Gott für seine Genesung.

Beethoven und sein Werk – Opus 120
Zerstört Beethoven mit seinem Genie seine Zeitgenossen? Anton Diabelli, Pianist, Komponist, Schüler von Michael Haydn, konnte sich ein Urteil bilden. Um seinen Verlag ins Rollen zu bringen, fordert er im Jahr 1819 österreichische Komponisten auf, Variationen über einen von ihm selbst komponierten Walzer zu schreiben. Im Wettbewerb: Czerny, der Sohn von Mozart und sogar Liszt, der erst 9 Jahre alt ist. Nachdem Beethoven den banalen Walzer von Diabelli auseinandergenommen hat, beginnt er eine Nachahmung der Meister der Vergangenheit und seiner Kollegen und geht sogar so weit, sich in Variation Nr. 31 zu parodieren. Bis zum Total-K.O.

https://www.arte.tv/de/videos/098959-000-A/daniel-barenboim-spielt-beethoven/

 

arte concert: Quartett Ebène: Gesamtaufführung der Streichquartette Ludwig van Beethovens Nr. 7 und 13
Nov 25 – Dez 2 all-day

Anlässlich des Beethovenjahres stellt sich das Quartett Ebène der großen Herausforderung, sämtliche Streichquartette des berühmten deutschen Komponisten aufzuführen. Krönender Abschluss eines an Konzerten und Würdigungen reichen Jahres, in dem der zweihundertfünfzigste Geburtstag einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der klassischen Musik gebührend gefeiert wurde.

Zum Auftakt nimmt das Quartett Ebène das Streichquartett Nr. 7 in Angriff – ein Werk, das Graf Andrei Rasumowsky gewidmet ist, dem russischen Botschafter in Wien und engen Freund von Beethoven-Mäzen Fürst Carl Alois von Lichnowsky. Beethoven soll das bei der Uraufführung eher frostig empfangenes Werk mit den Worten: „O, sie sind auch nicht für Sie, sondern für eine spätere Zeit“, verteidigt haben.

Auch das Streichquartett Nr. 13 hat Beethoven einem Förderer gewidmet, dem Fürsten Nikolai Golizyn. Das vor allem für den fünften Satz bekannte Werk besticht durch seine Kontraste: Cavatine, Andante, Fuge … Dabei verzaubert Beethoven die Zuhörer mit großem Einfallsreichtum, kompositorisch wie formal.

Programm:

Ludwig van Beethoven – Streichquartett Nr. 7 „Rasumowsky“
Ludwig van Beethoven – Streichquartett Nr. 13 und Große Fuge op. 133 B-Dur

Aufzeichnung vom 12. Oktober 2020 in der Cité de la Musique, Paris.

https://www.arte.tv/de/videos/097909-001-A/quartett-ebene-gesamtauffuehrung-der-streichquartette-ludwig-van-beethovens/

 

Nov
27
Fr
ARD Audiothek: Beethoven – die Biografie zum Hören mit Udo Wachtveitl: Folge 1 – Ein zweiter Mozart? (1770-1792)
Nov 27 all-day

Beethoven – die Biografie zum Hören mit Udo Wachtveitl

Folge 1 – Ein zweiter Mozart? (1770-1792)

In der Residenzstadt Bonn drillt Vater Beethoven seinen Sohn Ludwig zum Wunderkind. Ein zweiter Mozart soll er werden, doch der junge Beethoven strebt nach Höherem als einem bloßen Musikerdasein. Er will nicht wie sein Vater enden, der es nur zum Tenor an der kurfürstlichen Hofkapelle gebracht hat. Unabhängig und frei soll seine Musik sein, wie es das Ideal der Romantik behauptet.

https://www.ardaudiothek.de/beethoven-die-biografie-zum-hoeren-mit-udo-wachtveitl/folge-1-ein-zweiter-mozart-1770-1792/82048758

 

Nov
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Sa
ARD Audiothek: Beethoven – die Biografie zum Hören mit Udo Wachtveitl: Folge 2 – Unermessliches Tonreich (1792-1800)
Nov 28 all-day

Beethoven – die Biografie zum Hören mit Udo Wachtveitl

Folge 2 – Unermessliches Tonreich (1792-1800)

Nach Napoleons Machtübernahme beginnt eine Zeit der Kriege, französische Truppen besetzen Bonn. Beethoven folgt mit Anfang Zwanzig der Einladung Joseph Haydns nach Wien und wird mit seinen genialen Improvisationen zum Starpianisten der Wiener Gesellschaft. Seine ersten Wiener Werke, Kammermusik, Sonaten, Konzerte und schließlich eine große Symphonie, platziert er geschickt zwischen Tradition und Provokation.

https://www.ardaudiothek.de/beethoven-die-biografie-zum-hoeren-mit-udo-wachtveitl/folge-2-unermessliches-tonreich-1792-1800/82070390

 

Nov
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So
Beethoven – die Biografie zum Hören mit Udo Wachtveitl: Folge 3 – Heroische Zeiten (1801-1805)
Nov 29 all-day

Beethoven – die Biografie zum Hören mit Udo Wachtveitl

Folge 3 – Heroische Zeiten (1801-1805)

Napoleon Bonapartes Eroberungskriege verändern Europa. Helden sind in Mode, und Beethovens Musik hört man das an. Beethoven schreibt eine unerhört lange und schwierige Symphonie: Die „Eroica“. Er tilgt den ursprünglichen Titel „Bonaparte“ und schafft mit seiner Oper „Leonore“ einen Hymnus auf die Freiheit. Seine neuartigen Kompositionen machen ihn rasch berühmt – und bei Kritikern auch berüchtigt. Aber auf seine Triumphe fällt ein düsterer Schatten: Er wird schwerhörig.

https://www.ardaudiothek.de/beethoven-die-biografie-zum-hoeren-mit-udo-wachtveitl/folge-3-heroische-zeiten-1801-1805/82070426

 

 

Nov
30
Mo
arte concert: Beethovens Sinfonien und ihre Vorbilder II
Nov 30 – Dez 8 all-day
Die Akademie für Alte Musik Berlin spielt unter der Leitung von Bernhard Forck Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Paul Wranitzky und Ludwig van Beethoven.

Das erste Stück formuliert gleich das musikalische Thema für diesen Blick auf Beethoven: Der Anfang der Ouvertüre zu dem Schäferspiel, das Mozart als Zwölfjähriger schrieb, gleicht dem Kopfthema von Beethovens „Eroica“ aufs Haar. Das zweite Stück schlägt das große politische Thema an, um das die Legende der „Eroica“ kreist. Paul Wranitzky reflektiert in seiner charakteristischen Sinfonie den Koalitionskrieg gegen das revolutionäre Frankreich, in dem Österreich Federn ließ. Der musikalische Jubel über den Frieden, mit dem die Sinfonie formal wieder in Ordnung kommt, erfreute Kaiser Franz nicht. Er verbot das Stück. Beethovens „Eroica“ preist das Ideal eines Befreiers zur Humanität, auch wenn ihm der Glaube an das aktuelle Idol – Napoleon – abhanden kam. Zum Menschheitston in seinen Werken gehört wohl der Lyrismus der Liebe ebenso wie der Nachhall des Kampfes und der Freudentanz der Befreiung, den das Finale in vielen Varianten und zu starken Kontrasten durchführt.

Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Intrada zum Singspiel „Bastien und Bastienne“ KV 50 (46b)

Paul Wranitzky (1756–1808)
Grande Symphonie caractéristique pour la Paix avec la République française c-Moll op. 31

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“

https://www.arte.tv/de/videos/099434-002-A/beethovens-sinfonien-und-ihre-vorbilder-ii/

 

Beethoven – die Biografie zum Hören mit Udo Wachtveitl: Folge 4 – Schaffensrausch (1804-1808)
Nov 30 all-day

Beethoven – die Biografie zum Hören mit Udo Wachtveitl

Folge 4 – Schaffensrausch (1804-1808)

Wien ist von Napoleon besetzt. Beethoven ist mit Anfang 30 in einer schlechten psychischen und körperlichen Verfassung. Durch seine große Liebe zu Josephine Brunsvik schöpft er wieder Hoffnung. In dieser Zeit entstehen Beethovens größte Werke: Die Vierte bis Sechste Symphonie, das Vierte Klavierkonzert, das Violinkonzert, die komplexen Streichquartette für den Grafen Rasumovsky, die „Appassionata“. Im Dezember 1808 gibt Beethoven ein epochales Konzert. „Die Fünfte“ erblickt das Licht der Welt.

https://www.ardaudiothek.de/beethoven-die-biografie-zum-hoeren-mit-udo-wachtveitl/folge-4-schaffensrausch-1804-1808/82070420

 

 

Dez
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arte concert: Die Neunte von Maurice Béjart
Dez 1 – Dez 8 all-day

Ein bravourvoll getanztes Konzert, vielfach mit Standing Ovations bedacht: Maurice Béjarts großartige Inszenierung der Neunten Symphonie von Beethoven hat in ihrer langen Geschichte ein großes Publikum begeistert. ARTE zeigt eine Aufzeichnung aus dem Jahr 2014, in dem das Tanzstück in der Originalchoreographie erstmals fürs Fernsehen aufgezeichnet wurde. Mit „The Tokyo Ballet“.

Maurice Béjarts großartige Inszenierung der Neunten Symphonie von Beethoven hat in ihrer langen Geschichte seit ihrer Uraufführung im Jahr 1964 ein großes Publikum begeistert. Die Neunte und die Anrufung der Brüderlichkeit aller Menschen, wie sie von Schiller in der „Ode an die Freude“ beschworen hat, ist heute immer noch hochaktuell. „Alle Menschen werden Brüder“ – das ist der Verdienst und die kraftvolle Botschaft, die von dieser Musik und Choreographie ausgeht. 250 Tänzer und Musiker auf der Bühne der Tokioter NHK Hall haben diese Botschaft an die Welt vermittelt. In Worten von Béjart ist es „eine ‚Manifestation’, im tiefsten Sinne des Wortes“. Die Wiederaufführung von Maurice Béjarts Inszenierung der Neunten Symphonie wurde in der Tokioter NHK Hall am 8. und 9. November 2014 erstmalig fürs Fernsehen aufgezeichnet. Piotr Nardelli, ein ehemaliger Tänzer aus Béjarts Kompanie und langjähriger Freund und Wegbegleiter, studierte die Choreographie so originalgetreu ein, wie sie von Béjart ursprünglich erdacht war. Es spielt das Israel Philharmonic Orchestra unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta. Als Sänger sind Kristin Lewis, Mihoko Fujimura, Kei Fukui und Alexander Vinogradov zu hören. Die beiden Kompanien, das Tokyo Ballet und das Béjart Ballet Lausanne, treten in der einzigartigen Produktion gemeinsam auf. Die Inszenierung ist ein emotional bewegendes und bravourvoll getanztes Gesamtkunstwerk, das Künstler aus verschiedenen Ländern vereint. Ein Plädoyer für Frieden und Brüderlichkeit.
Beethoven – die Biografie zum Hören mit Udo Wachtveitl: Folge 5 – Dichtung und Wahrheit (1809-1812)
Dez 1 all-day

Beethoven – die Biografie zum Hören mit Udo Wachtveitl

Folge 5 – Dichtung und Wahrheit (1809-1812)

Napoleon bombardiert Wien. Mehrere Frauen kreuzen Beethovens Lebensweg: Therese Malfatti, Bettina Brentano, Antonie Brentano. Wer aber ist die „Unsterbliche Geliebte“, der er seinen leidenschaftlichsten Brief schreibt? Was kann man Bettina Brentano glauben, die viel Persönliches von Beethoven schreibt? Wie verläuft die ersehnte Begegnung mit Goethe? In diese Zeit fällt das Fünfte Klavierkonzert, die Musik zu Goethes Egmont, das Klaviertrio op. 97 für den Erzherzog Rudolf und vor allem die Siebte und Achte Symphonie.

https://www.ardaudiothek.de/beethoven-die-biografie-zum-hoeren-mit-udo-wachtveitl/folge-5-dichtung-und-wahrheit-1809-1812/82070400

 

 

Dez
2
Mi
arte concert: Beethoven – Fidelio
Dez 2 – Dez 6 all-day

Nur selten trat Karl Böhm (1894 – 1981) in der Deutschen Oper Berlin ans Dirigentenpult. 1969 dirigierte er Beethovens einzige Oper in West-Berlin und fand mit seiner Interpretation des Fidelio die Zustimmung der Kritiker: Er entlocke der Partitur ein „Kaleidoskop der Leidenschaften“. Gwyneth Jones und James King singen die Hauptrollen der Leonore (Fidelio) und des Florestan.

Beethoven und sein Werk – opus 72 c
Endlich! Fast zehn Jahre lang hat Beethoven seine einzige Oper Leonore überarbeitet und den Titel zu Fidelio geändert. Er hat das Libretto überarbeiten lassen, um die Handlung zuzuspitzen und gleichzeitig das zu bewahren, was das Besondere der Oper ausmacht: eine starke und intelligente weibliche Hauptfigur. Die dritte Fassung der Oper wird am 23. Mai 1814 erstmals aufgeführt und wird begeistert aufgenommen.
(Séverine Garnier)

Beethovens “Fidelio” ist eine Oper über die Freiheit und den Kontrast zwischen der Dunkelheit des Eingesperrtseins – bei Beethoven die Ungerechtigkeit der politischen Gefangenschaft – und dem Licht von Recht und Gerechtigkeit. Sie sind beide in der Musik in der Musik und auf der Bühne hör- und erfahrbar. Diese ethische Erhabenheit und die reine, musikalische Schönheit und Macht in Beethovens Musik machen „Fidelio“ zu einem einzigartigen Erlebnis und zu einer der großen Opern des deutschen Repertoires.

Diese Produktion von Gustav Rudolf Sellner wurde im Jahr 1969 an der Deutschen Oper Berlin aufgezeichnet. Am Orchesterpult steht der große Karl Böhm in einem seiner seltenen Auftritte an der Deutschen Oper.

https://www.arte.tv/de/videos/094370-015-A/beethoven-fidelio/